Das Bayerische Landesamt für Umwelt zeigt in diesem Jahr an seinem Stand in der Halle A6 spannende Einblicke in die Geschichte der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg. Nach Analyse des Bodens rund um den Eibsee am Fusse des Kolosses steht nämlich fest: Vor rund 3.000 Jahren war der Gipfel noch etwa 70 Meter höher und der gesamte Berg damit über 3.000 Meter hoch! Erst ein gigantischer Felssturz ins Loisachtal, eine der zur damaligen Bronzezeit wichtigsten transalpinen Handelsrouten, kürzte die Zugspitze auf 2.967m und verlieh ihr die heute so charakteristische Silhouette.

Mit der Ausstellung möchte das LfU auch auf die mit dem Klimawandel voranschreitende Schmelze des Permafrosts in Bayern hinweisen. Eis gibt es nämlich nicht nur als Gletscher auf der Zugspitze, rund 80x soviel ist in Form ganzjährig gefrorenen Wassers im Inneren vieler Berge verborgen und hält wie ein Kit die Felsen zusammen.

Das Highlight am LfU Stand wird darum auch ein gigantischer Eisblock sein, in dessen Innerem echte Teile des früheren Zugspitzgipfels eingefroren sind. Wer also Geduld hat oder mit Handauflegen nachhelfen will, kann sich ein Stück des über 3.000m hohen früheren Berggipfels mit nach Hause nehmen!

Halle A6, Stand 433