Der Stein, der aus der Luft fiel

Der Meteorit von Mauerkirchen ist der größte Steinmeteorit, der auf ehemals bayerischem Territorium niedergegangen ist. Das war vor 250 Jahren, am 20. November 1768. Damals rätselten die Gelehrten, woher dieser aus der Luft gefallene Stein wohl kam und stellten verschiedene Theorien dazu auf.

Der Stein wurde regelrecht zum Zankapfel unter den Gelehrten. So kam man zum Beispiel zu der Überzeugung, dass sich der Brocken aus steinartiger Materie in der Luft zusammengesetzt haben musste, ähnlich wie Hagel oder Schneeflocken. Dem widersprach eine andere Behauptung, die besagte, dass der Stein vermutlich locker auf einem Berg gelegen sei, bis ihn ein heftiger Wirbelwind mit sich führte. Auch weitere Möglichkeiten wie Vulkane, Erdbeben oder Blitz und Donner wurden als Erklärung ins Spiel gebracht. An einen kosmischen Ursprung des Meteoriten dachte damals noch niemand. Erst der Physiker Ernst Flores Friedrich Chladni stellte in seinem Werk diese Theorie auf und schuf damit die Grundlage der modernen Meteoritenkunde.

„Der Meteorit von Mauerkirchen zählt zu den ältesten dokumentierten Meteoritenfällen, von denen heute noch Material erhalten ist. Umso mehr freut es mich, dass wir die beiden größten der auf über 70 Sammlungen und Museen in der ganzen Welt verteilten Stücke hier zeigen können“, so Christoph Keilmann, Geschäftsführer der „Munich Show – Mineralientage München“. Ergänzt wird die Ausstellung durch historische Literatur zum Meteoritenfall.